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Bundeshaushalt kürzen bedeutet Menschenleben zu gefährden |
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„Die Kürzungen von heute sind die Krisen von morgen": Kein Geld für humanitäre Hilfe kostet Menschenleben – und Stabilität. |
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Sie haben es in unseren letzten beiden Newslettern wahrscheinlich schon gelesen: Im Sudan bricht die Welt zusammen. Das Leid, in dem Millionen Menschen zurückgelassen werden, ist kaum zu fassen. Nun wurde erneut eine Hungersnot ausgerufen. Genau jetzt sterben Menschen, weil sie nicht genug zu essen haben.
Der Sudan steht stellvertretend für viele Krisen weltweit – ob sie nun durch Waffengewalt oder etwa die Klimakrise hervorgerufen wurden. Immer mehr Menschen sind auf Nothilfe und Armutsbekämpfung angewiesen. Doch wer hilft ihnen?
Kürzungen im Haushalt schüren Hunger
Die reichen Länder dieser Welt, darunter auch Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft, haben eine internationale Verantwortung. Doch aus dieser ziehen sie sich mehr und mehr zurück. Nach dem Ende der US-Entwicklungsagentur USAID ist bereits der weltweit größte Geber für humanitäre Hilfe weggefallen. Nun kürzt auch die deutsche Bundesregierung noch drastischer als in den beiden Jahren zuvor. Nächsten Donnerstag berät der Haushaltsausschuss des Bundestags zum letzten Mal, um sich auf den Haushalt 2026 zu einigen. Ende November wird dann der gesamte Bundestag darüber abstimmen.
Die geplanten Kürzungen in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stehen in deutlichem Widerspruch zu den Zielen, die sich die Bundesregierung aus CDU und SPD noch im Koalitionsvertrag mit Blick auf die Agenda 2030 gesetzt hat: Armut, Hunger und Ungleichheit sollen bekämpft und die humanitäre Hilfe für Menschen in Not gestärkt werden. Doch davon entfernen wir uns im Eilschritt. |
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Zur Einordnung:
Im Bundeshaushalt beträgt der Anteil der humanitären Hilfe lediglich 0,2 Prozent. Aber jeder Euro, der hier gekürzt wird, gefährdet Menschenleben:
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind dieses Jahr 300 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, um zu überleben. Weil weltweit die Gelder gekürzt werden, planen die Vereinten Nationen ohnehin damit, nur noch 114 Millionen erreichen zu können. Doch derzeit sieht es aus, als würden auch davon höchstens ein Drittel erreicht. Das heißt: 262 Millionen Menschen werden ihrem Schicksal überlassen. Ihnen wird das Menschenrecht auf Nahrung, das Recht auf Gesundheit, auf Bildung und Wohnen faktisch verweigert. Ich frage die Politik: Sind diese Menschen weniger wert? |
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Wenn wir als Deutschland unserer Verantwortung nachkommen und beherzt unseren Teil beitragen, können wir Leben retten, Eskalationen verhindern und weltweit Stabilität und Sicherheit stärken – auch im eigenen Land. Investitionen in Menschenrechte und weltweite Stabilität tragen zur Sicherung von Frieden, Zukunft und wirtschaftlicher Kooperationen bei. Sie bilden die Grundlagen einer gerechten und sicheren Weltordnung, von der am Ende alle profitieren. Warum stellt die Bundesregierung dies in Frage und riskiert eine weitere Abwärtsspirale?
Aktion gegen den Hunger ist genau deshalb Teil des Bündnisses „Luft nach Oben". Gemeinsam mit vielen anderen Hilfsorganisationen appellieren wir an den Haushaltsausschuss:
Diese Beträge würden den Haushalt vergleichsweise wenig belasten – doch sie zahlen sich vielfach aus: Sie schützen Menschenleben, fördern weltweite Stabilität und ebnen den Weg für gerechte Wirtschaftspartnerschaften. Sie stärken die Rolle Deutschlands als verantwortungsvoller und vor allem verlässlicher Partner in der Welt.
Unsere Geschäftsführung wird sich wegen der Kürzungen noch einmal an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen wenden. Auch Sie können den Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis ansprechen – etwa per E-Mail über das Schema vorname.nachname@bundestag.de. Hier finden Sie eine Übersicht aller derzeitigen Abgeordneten und im Folgenden stellen wir Ihnen einen Textbaustein zur Verfügung:
Das Ziel von Aktion gegen den Hunger bleibt: Wir setzen uns ein für eine Welt ohne Hunger – und scheuen dabei nicht das Gespräch mit der Politik. Danke, dass Sie uns dabei begleiten!
Herzliche Grüße |
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Sehr geehrte*r [Name Abgeordnete*r],
humanitäre Hilfe schützt Menschen in akuten Krisen weltweit, während Entwicklungszusammenarbeit gemeinsame Perspektiven schafft. Die zurückliegenden und die vorgesehenen Kürzungen im Bundeshaushalt für beides führen zu einer Abwärtsspirale – sowohl für Menschen in Not als auch für Deutschland als wichtiger Partner in der internationalen Gemeinschaft. Die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 stehen längst nicht mehr nur auf der Kippe.
Deutschland muss insbesondere nach dem Rückzug anderer Geberländer wie den USA nun mit gutem Beispiel vorangehen und in eine gerechtere Welt investieren. Für den Schutz von Menschenleben, aber auch für Stabilität und starke Partnerschaften.
Wir stehen vor enormen globalen Herausforderungen. Doch diese können wir nur gemeinsam lösen. Bitte setzen Sie sich mit uns dafür ein, dass mindestens 2,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden und die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit mindestens auf dem Stand von 2024 bleiben – mit #luftnachoben. |
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Das Ziel von Aktion gegen den Hunger bleibt: Wir setzen uns ein für eine Welt ohne Hunger – und scheuen dabei nicht das Gespräch mit der Politik. Danke, dass Sie uns dabei begleiten!
Herzliche Grüße |
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Wolfgang Büttner
Leitung politische Arbeit | Aktion gegen den Hunger |
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Wolfgang Büttner
Leitung politische Arbeit | Aktion gegen den Hunger |
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